Imlunestrant: neue Hoffnung für Brustkrebspatient:innen

Shownotes

Viele Brustkrebspatient:innen profitieren zunächst von einer antihormonellen Therapie. Doch häufig verliert diese Behandlung im Laufe der Zeit ihre Wirkung. Ein Grund ist eine Mutation des Gens für den Östrogenrezeptor. Durch diese Mutation wächst der Tumor auch ohne Östrogen weiter. Seit März 2026 ist Imlunestrant auf dem deutschen Markt zugelassen. Es soll die Resistenzmechanismen überwinden, indem es den Östrogenrezeptor von Tumorzellen gezielt abbaut. Dr. Dennis Ballwieser, Arzt und Chefredakteur der Apotheken Umschau, stellt das neue Medikament vor und schätzt ein, was es Patient:innen bringt.

Für die Folge haben wir Informationen eingeholt bei: Prof. Dr. med Marcus Schmidt

Stand: 01. Juni 2026

Hinweis: Das Transkript wurde automatisch erstellt.

Quellen und nützliche Links:

Das Team hinter „’ne Dosis Wissen“:
Hosts: Dennis Ballwieser, Laura Weisenburger;
Autor:innen: Emeli Glaser, Jana Hauschild, Christian Heinrich, Johanna Heuveling, Felix Kunz, Vincent Suppé, Klaus Wilhelm, Christian Wolf;
Redaktion: Sina Metz, Kareen Seidler;
Chefredakteur: Peter Glück;
Postproduktion: BEBE Medien GmbH


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Transkript anzeigen

00:00:03: Gesundheit hören.

00:00:04: Das Brustkrebsmedikament im Lunestrand ist seit kurzem auf dem deutschen Markt verfügbar, das ist ein weiterer Schritt hin zur maßgeschneiderten Therapie in der Onkologie und wir fragen was bringt es den Patientinnen?

00:00:21: Guten Morgen und willkommen zu eine Dosis Wissen, dem täglichen Podcast für das Gesundheitswesen!

00:00:26: Eine Dosis Wissen gibt's Werktags ab sechs Uhr in der Früh, in kompakten zehn Minuten.

00:00:30: Ich bin Dennis Ballwieser, ich bin Arzt und Teil der Chefredaktion der Apothekenumschau.

00:00:35: Heute ist Montag, der erste Juni-Zweitausendsechsundzwanzig.

00:00:39: wieder ein Monat geschafft!

00:00:51: Es geht also um das Potenzial des Brustkrebsmedikaments im Lunes-Trand Anlässlich der Markteinführung in Deutschland.

00:00:58: Wir haben mit Markus Schmidt gesprochen, er ist Gynäkologe mit der Zusatzweiterbildung Medikamentöse-Tumortherapie und außerdem leitet er die Abteilung für molekulare Onkologie und konservative gynäcologische Onkologien an der Universitätsmedizin in Mainz.

00:01:16: Holt euch euren ersten Kaffee des Tages!

00:01:18: Und dann geht's los... Brustkrebs ist weiterhin die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen, mit zuletzt seventy-fünfundsechtausend Neuerkrankungen in Deutschland jährlich.

00:01:35: Der Subtyp ER-Positiv und Herzwein Negativ macht knapp zwei Drittel aller Brustkriebserbrankungen aus.

00:01:43: Dabei handelt es sich um Krebszellen, die auf der Oberfläche den Hormonrezeptor für Oestrogenen aufweisen – das ist das ER-positiv!

00:01:52: Und die Oestrogene fördern dabei das Tumorwachstum.

00:01:56: Gleichzeitig weisen diese Krebszellen keine erhöhten Werte des humanen epidermalen Wachstumsfaktors, R-II auf – deswegen sind sie R-III negativ!

00:02:09: Und dieser Subtyp wird unter anderem mit antihormonellen Medikamenten wie Aromatasehemmern behandelt, die die Produktion von Oestrogen unterdrücken und damit das Wachstem bremsen können….

00:02:22: Das Problem ist, sagt unser Markus Schmidt im Gespräch mit eine Dosis Wissen.

00:02:26: Je länger man Patientinnen mit Aromatasehemmern behandelt, desto höher ist die Rate einer Mutation im östrogenen Rezeptor I-GEN – ESR-I.

00:02:37: Es ist eine Reaktion des Tumors auf den Stress einer antihormonellen Therapie, die den Östrogenspiegel senken soll.

00:02:44: Bei unbehandelten Patienten hingegen ist eine solche Mutation extrem

00:02:48: selten.".

00:02:50: Diese ESR-I Mutationen sind häufig eine Ursache für eine erworbene Resistenz gegen die Östrogendeprivation durch Aromatasehämmer und da setzt dieses neue oral einzunehmende Medikament im Lunesz-Trand an.

00:03:05: Das ist ein antihormonelles Krebsmedikament, das blockiert und zerstört den Oestrogenrezeptor von Tumorzellen.

00:03:13: Insofern zählt es zu der Gruppe der Oestrogenerzeptor deGrader.

00:03:18: Im März, im Lunistrand in Deutschland ist es in den Markt eingeführt worden.

00:03:25: Zugelassen ist das für ER-Positive HR II negative lokal fortgeschrittene oder metastasierte Tumoren bei nachgewiesener ESR I Mutation.

00:03:38: In der Zulassungsstudie wurden knapp neunhundert Frauen mit ER-positiven HRII negativen Brustkrebs untersucht der eben lokal fortgeschritten war oder bereits zu Streuen begonnen hatte und bei denen der Krebs nach einer vorherigen Behandlung mit einem hormonbasierten Medikament wieder aufgetreten ist, oder gar nicht auf die Behandlungen angesprochen hatte.

00:04:01: An der Studie haben Teilnehmerinnen tatsächlich mit und ohne ESR-I Mutation teilgenommen und die haben dann entweder ihm nun es dran allein bekommen oder die Standardtherapie oder im Lohnestrand in Kombination mit einem Standard-Krebsmedikament, in dem Fall AB-Mazik-Clip.

00:04:24: Das ist schon was für Spezialistinnen und Spezialisten!

00:04:27: Die mit im Lohnestrand behandelten PatientInnen haben im Durchschnitt etwa fünf einhalb Monate gelebt ohne dass der Krebs prokrediert ist – die mit der Standardtherapie behandelten gleich lang.

00:04:42: Und das heißt, der Unterschied war statistisch nicht signifikant.

00:04:46: Aber die Patientinnen mit einer ESR-Einsmutation, die ausschließlich mit im Lundestrand behandelt worden sind, haben im Durchschnitt etwa fünf einhalb Monate progressionsfrei gelebt, verglichen mit etwa drei Komma acht Monaten bei den Patienten mit eine ESR Einsmutation ,die die Standardtherapie erhalten haben.

00:05:09: Das heißt, hier gibt es eine belegte statistische Wirksamkeit bei der Prokredienz zwischen der neuen Therapie und der bisherigen Therapie wenn diese ESR-I Mutation vorliegt.

00:05:27: Jetzt muss man sagen das ist in solchen Studien immer wenig beeindruckend wenn es um einen verlängern des progressionsfreien Überlebens von geht.

00:05:38: der Fortschritt eben immer nur inkrementell.

00:05:44: Markus Schmidt schätzt das Ganze so ein, er sagt letzten Endes ist im Lunestrand eine gute Option wenn eine ESA-Einsmutation nachgewiesen ist.

00:05:52: es gibt aber bereits den Platzisch iqilakestrant und weitere Wirkstoffe stehen außerdem vor der Zulassung.

00:06:00: Es gibt also bald noch einige Konkurrenz mehr Auch wenn man vorsichtig sein muss Unterschiedliche Medikamente, die in unterschiedlichen Studien mit einer Standardtherapie verglichen wurden miteinander zu vergleichen scheinen Wirkungen und Nebenwirkungen von Imlonestrand und Neelakastrand vergleichbar zu sein.

00:06:18: Die Nebenwürkungen sind im Zweifelsfall etwas mehr als bei Patientinnen, die nur mit Aromatasehemmern behandelt werden aber der Wirkstoff wurde ja getestet bei Patienten mit Progression Unter einer antihormonellen Erstlinientherapie, wenn man diese Patientinnen nun in zweiter Linie behandeln würde mit einem Aromatasehelmer plus einem speziellen Inhibitor, dann wäre die Doxizität wohl höher als bei Imlunis-Trand.

00:06:43: Der Vorteil von Wirkstoffen wie Imlunaistrand ist dass es sich um eine Monotherapie handelt und es ein vergleichsweise günstiges Nebenwirkungsprofil hat.

00:06:53: Zu den Nebenwirkungen gehören erhöhte Leberinzymenwerte, was natürlich ein Anzeichen für ernsthafte Leberprobleme sein kann.

00:07:02: Dazu kommen Möglichkeitdurchfallübelkeit und Erbrechen bei den Patientinnen.

00:07:07: Ich bin gespannt wie das weitergeht.

00:07:09: aber nochmal ich möchte betonen so etwas geht immer nur sehr schrittweise.

00:07:13: da sind keine wahnsinnig schnellen Entwicklungen zu erwarten.

00:07:17: normalerweise Und natürlich ist es etwas für die Spezialistinnen und Spezialisten unter euch.

00:07:24: Das war eine Dosis Wissen für heute.

00:07:26: Die nächste Folge gibt's morgen ab sechs Uhr in der Früh überall da, wo ihr Podcast findet mit meiner Kollegin Laura Weißenburger.

00:07:32: Viel Spaß!

00:07:33: Danke, dass ihr eine Doses Wissen

00:07:53: hört.

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