Vorzeitige Menopause: erhöhtes Lebenszeitrisiko fürs Herz
Shownotes
Wenn die Menopause ungewöhnlich früh einsetzt, endet nicht nur die Fruchtbarkeit früher als erwartet. Laut einer großen Kohortenstudie geht eine vorzeitige Menopause mit einem deutlich höheren Lebenszeitrisiko für koronare Herzkrankheit einher. Dr. Dennis Ballwieser, Arzt und Chefredakteur der Apotheken Umschau, stellt die Studie vor und geht der Frage nach, ob eine frühe Menopause ein sinnvoller Risikomarker im Rahmen der Prävention von koronaren Herzkrankheiten ist.
Für die Folge haben wir Informationen eingeholt bei: Prof. Dr. med. Vera Regitz-Zagrosek
Stand: 12. Juni 2026
Hinweis: Das Transkript wurde automatisch erstellt.
Quellen und nützliche Links:
- Aktuelle Studie zum erhöhten Risiko für koronare Herzkrankheit bei vorzeitiger Menopause (engl.; DOI: 10.1001/jamacardio.2026.0212)
- Meta-Analyse zur Wirksamkeit von körperlichem Training auf arterielle Steifigkeit und Blutdruck bei postmenopausalen Frauen (engl.; DOI: 10.1186/s13643-024-02589-y)
- Studie zum „Gender Gap“ bei körperlicher Aktivität (engl.; DOI: 10.1016/j.jacc.2023.12.019)
- Studie zu geschlechtsspezifischen Unterschieden bei körperlicher Aktivität und Inzidenz und Mortalität von koronarer Herzkrankheit (engl.; DOI: 10.1038/s44161-025-00732-z)
Das Team hinter „’ne Dosis Wissen“:
Hosts: Dennis Ballwieser, Laura Weisenburger;
Autor:innen: Emeli Glaser, Jana Hauschild, Christian Heinrich, Johanna Heuveling, Felix Kunz, Vincent Suppé, Klaus Wilhelm, Christian Wolf;
Redaktion: Sina Metz, Kareen Seidler;
Chefredakteur: Peter Glück;
Postproduktion: BEBE Medien GmbH
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Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:04: Die vorzeitige Menopause ist mehr als ein hormoneller Einschnitt.
00:00:09: Sie scheint auch das Herz langfristig zu belasten, ist die vorzeitigen Menopauser also eine Risikomarka für die Prävention von coronaren Herzerkrankungen.
00:00:23: Guten Morgen und willkommen zur Dosis Wissen, dem täglichen Podcast für das Gesundheitswesen!
00:00:28: Mit Dosis wissen gibt es Werktags ab sechs Uhr in der Früh im kompakten zehn Minuten.
00:00:33: Ich bin Dennis Ballwieser, ich bin Arzt und Chefredakteur der Apotheken-Umschau.
00:00:36: Heute ist Freitag, der zwölfte Juni, zwei Tausend sechsundzwanzig.
00:00:42: Podcast von Gesundheit
00:00:44: hören.
00:00:46: Apotheke-Unschau pro!
00:00:49: Zu dieser Frage wie es um die vorzeitige Menopause und das Risiko koronare Herzkrankheiten steht gibt's eine aktuelle Veröffentlichung aus Jama Cardiology... ...von Wissenschaftlerinnen aus den Vereinigten Staaten von Amerika.
00:01:04: Wir haben darüber gesprochen mit Vera Regitz-Zagrosec.
00:01:08: Sie ist Kardiologin und Seniorprofessorin an der Charité der Universitätsmedizin Berlin, holt euch euren ersten Kaffee des Tages!
00:01:17: Und dann geht's los!
00:01:22: Durchschnittlich kommen Frauen in die Menopause zwischen dem fünftigsten und zweifünftigsten Lebensjahr.
00:01:30: wenn man sich die Daten für Industrienationen anschaut Eine von einhundert Frauen erlebt die Menopause aber bereits vor dem vierzigsten Lebensjahr und das ist dann definitionsgemäß, die vorzeitige Menopauze.
00:01:45: Die kann entweder natürlich eintreten oder chirurgisch herbeigeführt oder begründet sein.
00:01:53: Und sie kann mit einem erhöhten Kurzzeitrisiko für eine Reihe von Herz-Kreislauferkrankungen einhergehen – unklar ist!
00:02:02: ob dieser bekannte Zusammenhang auch langfristig besteht.
00:02:07: Darum kümmert sich jetzt diese Studie in Jammer Cardiology, die wir natürlich in den Shownotes verlinken, da geht es um die Langfrist-Risikoentwicklung.
00:02:15: Dazu sind gepulte Daten aus sechs prospjektiven Kohortenstudien in den USA untersucht worden – darunter natürlich auch die bekannten Framingham Heart Study.
00:02:25: Insgesamt haben die Wissenschaftlerinnen damit eine Stichprobe von über zehntausend Postmenopausalen Frauen im Alter von fünfundfünfzig bis neunundsechzig Jahren gesammelt, die zu Beginn frei von coronahen Herzerkrankungen gewesen sind und die zwischen neunzehnhundert vierundsechtzig und zweitausendachzehn beobachtet worden sind.
00:02:45: Also ein unglaublich langer Zeitraum!
00:02:49: Die vorzeitige Menopause war auch hier in der Studie, als das Einsetzen der Menopauese vor dem vierzigsten Lebensjahr definiert.
00:02:56: Die Gruppe dieser Frauen ist dann verglichen worden mit all den anderen die in die Menopausel erst nach dem vierzigsten Lebensjar gekommen sind.
00:03:07: Die Ergebnisse sind noch nach der ethnischen Zugehörigkeit strategisiert worden, weil auch DIE ein bekannter eigenständiger Risikofaktor für coronare Herzkrankheiten ist.
00:03:17: Und der primäre Endpunkt war dann logischerweise die Coronare Herzkrankheit sprich ein tödlicher oder nicht-tödlicher Herzinfarkt.
00:03:28: Wahnsinnig beeindruckenden, einhundertsechzig tausend Personen jahren.
00:03:32: Und da sagt Vera Regitz-Zagoseck die Studie ist methodisch sehr gut gemacht.
00:03:36: sie hat eine sehr große Kohorte verwendet.
00:03:39: für die wichtigsten Störfakturen hat die Studier adjustiert außer für Hormontherapie und konkurriende Erkrankungen und damit zu den Ergebnissen.
00:03:49: Die vorzeitige Menopause war bei schwarzen und bei weißen Frauen mit einem rund vierzig Prozent höheren Lebenszeitrisiko für coronare Herzkrankheiten verbunden.
00:04:01: Bei Schwarzen Teilnehmerinnen der Studie ist die Vorzeitige menopause mehr als dreimal häufiger gewesen, als bei weißem Frauen.
00:04:10: Die mittlere Lebenszeit bis dann ein solches Herzkrankheitereignis, also der Herzenfakt Eingetretenes die lag bei der Gruppe der schwarzen Teilnehmerinnen.
00:04:19: Bei vorzeitiger Menopause beim mehr als achtzehn Jahren und bei späterer Menopausen bei mehr als neunzehn Jahre.
00:04:25: so ähnlich war es auch mit den weißen Frauen.
00:04:28: diese Unterschiede sind nicht statistisch signifikant gewesen.
00:04:33: Vera Regitz-Zakoseck sagt dazu Das Hauptergebnis ist im Grunde schon bekannt, das nämlich eine frühe Menopause mit einem höheren kardiovaskulären Risiko und auch mit mehr kardiowaskeleeren Erkrankungen einhergeht.
00:04:46: Neu ist dass die Studie den Zusammenhang jetzt langfristig gezeigt hat.
00:04:54: Nei ist auch der Unterschied zwischen schwarzen und weißen Frauen!
00:04:57: Zwar war der Unterschied im Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen nicht signifikant zwischen den beiden Ädnien, aber bei schwarzen Frauen war eine frühe Menopause häufiger.
00:05:08: Und weiter sagt Vera Regitz-Zagoseck – zum Teil wird die frühen Menopause als Risikofaktor für kardiowaskulere Erkrankungen in Leitlinien zumindest erwähnt!
00:05:18: Sie hat aber nicht die gleiche Wertigkeit wie die klassischen Scorerisikofakteuren wie Hypertonie-, Hyperlipidemie-, Rauchen und Diabetes….
00:05:26: Vielleicht muss sie hier auch keine höhere Wertigkeit haben, da unklar ist ob frühe Menopause ein eigenständiger grausaler Risikofaktor ist oder ein Risikomaker.
00:05:36: Denn Sie geht wiederum mit erhöhter Hypertonie und Diabetes einher.
00:05:40: Es ist noch nicht gelungen diese Faktoren voneinander zu trennen.
00:05:45: Das sind durchaus spannende Daten Und das Ordnete Vera Regitz-Zagosek auch noch mal größer ein.
00:05:52: Sie sagt, die frühe Menopause ist auf jeden Fall für GynecologInnen ein wichtiger Marker insofern sie dadurch wissen dass sie eine Hochrisikopatientin vor sich haben.
00:06:01: Sie können dann die Patientinnen auf Präventionsmöglichkeiten aufmerksam machen und sich dafür einsetzen, dass die Patienten gemeinsam mit behandelnden Hausärztinnen, Internistinnen oder KaliologInner daran arbeitet ihr Risiko zu senken.
00:06:17: In großen Studien hat sich gezeigt, sagt Vera Regit-Zakhocek, dass Ausdauer und Krafttraining die negativen Auswirkungen einer frühen Menopause auf die Gefäßstaifigkeit zumindest partiell rückgängig machen können.
00:06:29: Frauen profitieren mehr von körperlichem Training als Männer – das weiß man mittlerweile auch!
00:06:34: Insofern sollten GynäkologInnen Patientinnen mit früheren Menopausen auch das körperliche Training ans Herz
00:06:41: legen.".
00:06:45: Das war eine Dosis Wissen für heute.
00:06:46: Die nächste Folge gibt's am Montag ab sechs Uhr früh überall da, wo ihr Podcasts findet.
00:06:51: Bis dahin habt ihr ausreichend Zeit die ersten Folgen von endlich sechzig zu hören!
00:06:56: Anne-Bärbel Köhle, eine Kollegin aus der Chefredaktion der Apothekenumschau und Brigitte Huber – die ehemalige Chefredakteurin der Brigitte sprechen über das Leben ab.
00:07:06: sechzlich Für den Podcast haben sie mit Expertinnen und Experten über das Älterwerden gesprochen.
00:07:11: Wie entwickelt sich das Gehirn, mit steigendem Alter?
00:07:14: Welche Premieren möchte und kann man mit Über-Sechzig noch feiern?
00:07:18: Was soll sich im Leben noch verändern?
00:07:20: Und was darf so bleiben wie es ist?
00:07:23: Das lohnt sich!
00:07:23: Das ist unterhaltsam.
00:07:24: Hört auf jeden Fall rein.
00:07:26: auch endlich Sechzig findet ihr überall da wo's Podcasts gibt.
00:07:30: und auch endlich sechzig ist von uns für euch kostenfrei.
00:07:33: Danke dass ihr eine Dosis wissen wird.
00:07:51: Das ist das Audioangebot der Apothekenumschau.
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