Ein Masterplan für Prävention? Judith Gerlach im Gespräch

Shownotes

Die bayrische Staatsministerin für Gesundheit Judith Gerlach arbeitet an der Umsetzung ihres Präventionsplans. Anne Frieda Müller aus dem Politikressort berichtet Laura Weisenburger, Ärztin und Redakteurin der Apotheken Umschau, über ihr Gespräch mit der Ministerin. Was hat es mit einer künftigen Vorsorgeuntersuchung während der Menopause auf sich? Wie stark sollte der Staat in Prävention eingreifen? Warum sollen Apotheken dabei laut Gerlach mehr Aufgaben übernehmen? Und welche Rolle spielt das Präventionsgesetz bei all dem?

Wir haben diese Folge am 10. September 2026 aufgezeichnet.

Quellen und nützliche Links:

Hinweis: Das Transkript wurde automatisch erstellt.

Das Team hinter „’ne Dosis Wissen“:

Hosts: Dennis Ballwieser, Laura Weisenburger; Redaktion: Sina Metz, Kareen Seidler; Chefredakteur: Dennis Ballwieser; Postproduktion: Benedikt Möltner, Yves Seißler

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00:00:03: Gesundheit hören.

00:00:04: Prävention ist die beste Medizin und zwar noch vor jedem ersten Arztbesuch!

00:00:09: Das ist ja was, was wir sowohl als Fazit ganz oft hören in unseren Nudosiswissenfolgen, also auch von sehr vielen Fachleuten immer wieder in ihren Statements gesagt bekommen und deshalb erstaunt die Aussage nicht besonders.

00:00:25: aber die Frage ist ja essenziell wie machen wir denn das?

00:00:36: Guten Morgen.

00:00:37: Ich heiß euch herzlich willkommen zu einer Folge Ne Dosis Wissen.

00:00:41: Ihr hört den täglichen Podcast für das Gesundheitswesen und es gibt jeden Werktag ab sechs Uhr in der Früh mit einem Thema eigentlich in schnellen zehn Minuten, aber wenn man so ein Zitat am Anfang hört dann wisst ihr auch dass könnte heute etwas länger dauern Denn ich spreche mit meiner Kollegin, die ein Interview mit der bayerischen Gesundheitsministerin Judith Gerlach geführt hat.

00:01:04: Und dabei ging es genau darum – die Prävention, die inzwischen sogar im Ministeriumsnamen mit drin steht!

00:01:13: Ihr habt sie eben gerade schon am Anfang gehört und Jetzt wisst ihr auch, warum es länger dauern wird.

00:01:19: Mehr als zehn Minuten!

00:01:21: Mein Name ist Laura Weisenburger ich bin Ärztin und Redakteurin bei der Apothekenumschau Und wir zeichnen diese Folge auf am Donnerstag den Zehnten September um vierzehn Uhr.

00:01:32: Ihr könnt sie hören am Montag den vierzehnten september ab sechs Uhr früh.

00:01:40: Podcast

00:01:41: von Gesundheit

00:01:42: hören.

00:01:44: apothekenumschau pro.

00:01:46: Ich heiße herzlich willkommen Anne Frieder-Müller aus dem Politikressort.

00:01:51: Hallo schön, dass du da bist!

00:01:52: Ja hallo schön ich freue mich hier zu sein.

00:01:55: Genau einige dürften deine Stimme wiedererkennen.

00:01:58: wir haben uns ja hier schon paar mal getroffen.

00:02:00: auch Dennis hat dich hier schon getroffen.

00:02:02: Wir sprechen um vierzehn Uhr deshalb also für mich ist es für einen Kaffee ein bisschen spät.

00:02:06: Wasser steht auch hier.

00:02:08: weiß nicht ob du verpflegt bist

00:02:10: aber was habe ich da?

00:02:11: wenn alle alles haben dann können wir jetzt loslegen so.

00:02:19: Wir haben ja schon gesagt, es geht um Prävention gerade das was das Bayerische Gesundheitsministerium sich da überlegt hat.

00:02:26: Da gibt's nämlich einen sehr heren Plan der auch einen tollen Namen hat.

00:02:30: darüber sprechen wir gleich sind insgesamt glaube ich zweihundertfünfzig verschiedenen Maßnahmen die da angegangen werden sollen.

00:02:38: aber jetzt erstmal natürlich zu der entscheidenden Frage denn wenn wir mit einer Ministerin sprechen ist dass natürlich Die erste Frage, die sich so stellt.

00:02:49: Welche Rolle spielt denn Judith Gerlach zur Folge der Staat bei der Prävention?

00:02:55: Also was kann sie als Ministerin tun?

00:02:58: Judith Gerlag hat selber gesagt im Interview also... Bei Prävention ist der Staat dafür verantwortlich, sozusagen die Rahmenbedingungen zu setzen, dass Menschen in einem guten Gesundheitssystem leben können.

00:03:10: Sie sagt selbst bei Gesundheit ist der Start ganz klar verantwortliche, sie ist in der Pflicht genügend Krankenhäuser, Ärztinnen und Ärzte bereitzustellen Apothekenschaften.

00:03:20: Bei der Prävenzion ist sie dann ein bisschen vorsichtiger aber sie sagt eben, der Stadt muss diesen politischen Rahmen setzen.

00:03:27: Vielleicht können wir Sie mal hören!

00:03:29: Gesundheit ist eine Privatsache, die Rahmenbedingungen aber so zu kreieren dass man sich gesund verhalten kann das es durchaus eine Gemeinschaftsaufgabe die zu vorderst natürlich auch dem Staat

00:03:42: anheim fällt.

00:03:43: Und dafür wurde von ihr oder eben auch vom Ministerium entwickelt der Masterplanprävention?

00:03:50: Das klingt natürlich nach sehr großen Plänen.

00:03:53: was steht denn da genau drinnen?

00:03:55: Genau, also dieser Masterplan-Prevention heißt auch so.

00:03:59: Weil der eben nicht von oben herabdiktiert werden sollte sondern das Gesundheitsministerium in Bayern hat sich mit ganz vielen Partnern zusammengesetzt.

00:04:07: Also die haben Gesundheitsämter gefragt, Krankenkassen, die Ärzteschaft, Apothekerverbände aber eben auch Stimmen aus Wissenschaft und aus der Wirtschaft dran geholt um im Austausch mit diesen Partnern so einen diesen sogenannten Masterplan Prävention auszuarbeiten.

00:04:23: da stehen Zweiundfünfzig Maßnahmen drin unter anderem Radwege auszubauen, mehr Sportprogramme in Schulen aber eben auch draußen für alle anbieten zu können.

00:04:32: Es geht auch um gesunde Ernährung in Schulen.

00:04:35: da gibt es zum Beispiel ein Speiseplan Check den die Schulen machen können.

00:04:39: und was auch wichtig ist was in diesem Präventionsplan reingeschrieben wurde ist dass es Prävention berichterstattungen geben soll.

00:04:45: also das über diese Maßnahmen dass sie auch untersucht werden sollen haben die denn gewirkt?

00:04:49: am Ende.

00:04:51: Und da will sie am Präventionsgesetz ansetzen, so ein bisschen das sie auch kritisiert.

00:04:57: Weil es gibt einen Präensionsgesetz in Deutschland und das will Sie mit diesem Präitionsplan weiter gestalten.

00:05:03: Das wissen wahrscheinlich die wenigsten würde ich jetzt mal tippen.

00:05:06: also mir selber sagte dass jetzt auch erstmal nicht so wahnsinnig viel und Ich glaube die Ministerin selber wurde von der Existenz auch ein klein bisschen überrascht.

00:05:16: Was besagt das?

00:05:18: was regelt dieses präventions gesetz?

00:05:21: Genau, das Präventionsgesetz gibt es eigentlich schon seit elf Jahren.

00:05:24: Seit Jahrtausendfünfzehn und da wird vor allem festgelegt wo kommt das Geld für Prävention eigentlich her?

00:05:30: Und dass ist zurzeit vor allem von den GKV-Beiträgen tatsächlich.

00:05:34: Da gibt's einen bestimmten Beitrag der für prävention ausgegeben werden soll.

00:05:38: Das soll sich ändern, tatsächlich auch bundesweit.

00:05:40: Also das Gesetz soll modernisiert werden – das ist schon im politischen Prozess.

00:05:44: Da warten wir alle gespannt wie es weitergeht aus dem Bundesgesundheitsministerium.

00:05:48: Da

00:05:48: sprechen wir noch mal wann anders dann wahrscheinlich zu?

00:05:51: Genau!

00:05:52: Wahrscheinlich nächstes

00:05:53: Jahr.

00:05:54: Aber jetzt schon in Bayern da fordert zum Beispiel Gerlach schon aktiv dazu auf dass eben der Bund die Krankenkassen unterstützen muss, dass es eben nicht nur am Bund liegt.

00:06:04: Und da hat sie zum Beispiel auch verschiedene Vorschläge und eben auch wie man die Krankenkasen nutzen kann

00:06:10: z.B.,

00:06:11: dass man die Daten nutzen darf von den Krankenkasten, von den Versicherten das die Kranken- kassen zum Beispiel dann ihre Versicherte daran erinnern wenn zum Beispiel irgendwie ein Präventionsangebot auf Sie passt natürlich wenn Sie das wollen.

00:06:24: Da gibt's auch schon Gesetzesvorhabens zu.

00:06:26: aber eben auch in Bayern wird das diskutiert.

00:06:29: Und was sie auch sieht, sie sieht ein ganz großes Potenzial zum Beispiel in der elektronischen Patientenakte.

00:06:35: In der EPA da sieht sie zum Beispiel einen KI-gestützes Gesundheitscockpit drin samt Verknüpfung mit Variables also wie Smartwatches um zb auch Ärzten die Daten zur Verfügung zu stellen.

00:06:46: Das hat Sie euch glaube ich auch ein bisschen genauer erläutert.

00:06:50: Genau

00:06:51: Ich stelle mir das persönlich in der Zukunft wie so ein Gesundheitscockpit vor.

00:06:57: Das heißt nicht nur, dass ich da irgendwelche PDFs hab die mein Arzt da reingestellt hat.

00:07:01: Sondern das ich dort alle Informationen habe, die auch KI basiert ausgewertet werden.

00:07:08: Mir im Idealfall als Laie auch erklärt werden.

00:07:11: Ja durchaus Dinge.

00:07:13: klar hatten wir jetzt alles hier schon auch ein paar Mal bei einer DosiswissenKI Wearables EPAR.

00:07:21: Das heißt, da muss noch einiges an Gesetzesvorgaben kommen.

00:07:25: Aber ich hatte eben gerade schon gesagt ... Sie war selbst so ein bisschen überrascht, dass es dieses Präventionsgesetz eigentlich schon gab?

00:07:31: Da hatte sie eigentlich vor selber was in die Wege zu leiten!

00:07:34: Und dann habe ich am Anfang so gesagt wir bräuchten eigentlich ein Präensionsgesetz das gesetzliche Strukturen vorgibt.

00:07:40: Ja, hab' ich relativ schnell festgestellt hier haben einen Präventionsgesetz in Deutschland.

00:07:44: Mir war das schlichtweg nicht bekannt.

00:07:46: Ich glaube vielmehr, dass sehr viele Menschen dieses Präsitionsgesetz nicht kennen Und damit aber auch in ihrem Alltag die Bemühungen, die bisher auf den Weg gebracht wurden sie gar nicht erreichen.

00:07:58: So das war jetzt so ein bisschen der Teil.

00:08:00: was ist da auf Gesetzesseite schon vorhanden?

00:08:03: Was braucht es dann eventuell auch noch wenn man solche großen Pläne umsetzen möchte?

00:08:08: Aber jetzt gucken wir einmal ganz genau diesen Präventionsplan, der ja vorgelegt ist vom Ministerium und was da genau drin steht.

00:08:17: Also kannst du uns da ein paar konkrete Maßnahmen nennen?

00:08:22: Ja eine ganz konkrete Maßnahme die sich die Ministerin auch vorgenommen hat ist zum Beispiel eine sogenannte W-I Untersuchung.

00:08:29: Da soll es künftig so einen Wechseljahresuntersuchungen geben für alle Frauen erst mal in Bayern aber das Konzeptes soll auch bundesweit existieren irgendwann.

00:08:40: Und zwar ist hier aufgefallen, also hat sie es im Interview erzählt.

00:08:43: Das ist so eine standardisierte strukturierte Untersuchung für Frauen die in die Wechseljahre kommen gar nicht gibt bisher in Deutschland und das will sie auf jeden Fall ändern und da sind Sie gerade auch mit der Wissenschaft und mit GynäkologInnen auch im Gespräch wie sie das vielleicht umsetzen können und wie sie dass eben auch finanzierbar machen können.

00:09:02: Da geht's dann ganz explizit darum Wie können die Gynänologinnen?

00:09:07: Aber es geht eben auch darum, welche Fragen sollen da geklärt

00:09:10: werden.

00:09:10: Und dort haben wir herausidentifiziert, dass es eigentlich keine strukturierte auch für Frauenärzte bezahlte Wechseljahrsuntersuchung gibt.

00:09:19: Es muss am Ende dann damit das auch wirklich flächendeckend fliegt und das soll nicht nur in Bayern sondern das soll natürlich dann deutschlandweit fliegen.

00:09:26: Auch eine Untersuchung ist die auch bezahlt wird und die so vergütet wird, dass sie von Frauenärztinnen und Ärzten noch angeboten wird.

00:09:34: Das ist mir ganz wichtig, aber das wird ein Punkt sein.

00:09:37: Den werden wir noch nicht in einem halben Jahr fertig haben.

00:09:38: Der ist eher mittelfristig bis wir dann auch Finanzierung geklärt haben und es dann hier die Breite bringen.

00:09:43: Das wird noch nicht übermorgen sein.

00:09:45: Also sicher ein Thema hatte ich sowohl im privaten Umfeld, im beruflichen Umfeld und hier natürlich auch im Kontext von... Eine Dosis wissen immer wieder auf dem Tisch, da sind wir schlecht aufgestellt.

00:09:58: Da hat sie mit Sicherheit recht ist natürlich jetzt auch ja hätte man sich eigentlich auch schon vor fünf Jahren überlegen können aber gut besser später als nie wenn der Jetzt wirklich was Auf den Weg gebracht wird was dann vielleicht auch bundesweit zum Einsatz kommen kann.

00:10:11: Zeitwürz auf jeden Fall.

00:10:13: Aber das ist ja nicht der einzige Punkt ihr habt noch einige mehr gehabt, euch angeguckt und auch besprochen.

00:10:19: Ja es gibt zum Beispiel auch die Idee bei Kindern in Schulen zum Beispiel anzusetzen oder auch im Kindergärten das sich das Essen da anzugucken weil Kinder gehen immer länger zur Schule wenn man bleibt immer länger in Betreuung Kinder essen ja dort auch.

00:10:33: Und da soll sich eben mit so einem sogenannten Speiseplan-Check, können Sie Schulen zum Beispiel angucken?

00:10:39: Wie gesund ist das Essen schon, dass sie anbieten und wie können Sie das verändern, dass es gesund und lecker bleibt für die Kinder?

00:10:46: Dass zB eine Idee, ne andere Idee ist zB Fitness bei älteren Menschen zu fördern, dass zB diese Selbstverständnis für Fitness in Seniorenheim zum Beispiel, dass das gefördert wird

00:10:59: ein... Punkt, der vielleicht auch nicht ganz unkritisch von den verschiedenen Gruppierungen gesehen werden könnte ist die Rolle, die dieser Plan für die Apotheken vorsieht.

00:11:13: Da hat Yudel Gerlach nämlich durchaus Ideen wie man die vielleicht noch besser oder mehr einfach einbinden könnte.

00:11:21: Wer hat noch nicht vor seinem Apotheker seiner Apothekerin gestanden und gesagt Ich hab da ein Problem, was soll ich machen?

00:11:27: Oder hast du deine Einschätzungen für mich oder so.

00:11:30: Das ist schon sehr wichtig für die Menschen und Apothekerinnen haben ganz hohes Vertrauen bei den Menschen.

00:11:36: Und deswegen sollten wir das auch ganz stark für die Prävention nutzen.

00:11:41: Kannst Du noch mal erklären, was sind da die Ideen, die im Programm, im Plan drinstehen?

00:11:47: Weil das ist natürlich etwas wo denke ich viele ... uns eine Dosis Wissen kennen und häufiger hören, sagen ja Moment mal meinen Tanzbereich deinen Tanzbereich.

00:11:58: Nehmen wir uns da gegenseitig was weg.

00:11:59: Ja, sie möchte eben Apotheken nutzen um auch mehr Beratungsgespräche zu führen vielleicht bevor die Menschen zum Arzt müssen oder zur Ärztin das da eben schon ein bisschen etwas rausgenommen wird um eben auch von diesen Vertrauen zu profitieren.

00:12:13: Sie sieht natürlich das konfliktpotenzialen mit der ärzteschaft dort auch.

00:12:17: aber sie argumentiert auch dass system steht unter stress.

00:12:21: finanziell sind die ressourcen knapp bemessen und sie sagt auch Personell kann man das besser verteilen.

00:12:27: und sie möchte einfach diese Kapazitäten, die wir ja haben mit Apothekenschaften und Ärzteschaft clever aufteilen ohne sich dagegen etwas wegzunehmen.

00:12:34: Sie betont auch dass man da mit den Ärzten das auch absprechen muss.

00:12:39: Zum einen natürlich auch gesundheitliche Beratungsgesichtspunkte, die bevor ein Arzt überhaupt ins Spiel kommt dem Menschen helfen gesund zu bleiben geht natürlich immer wieder um Impfungen.

00:12:51: aber wie können irgendwas jetzt wegzunehmen.

00:12:55: Aber in Zukunft auch so die Bälle zuspielen, dass wir die Gesundheit der Menschen erhöhen und die Kapazitäten, die wir haben im Gesundheitssystem möglichst clever aufteilen.

00:13:08: Ich glaube nicht, dass irgendeinen langweilig wird in unserem System.

00:13:10: Ganz im Gegenteil!

00:13:12: Da hat sie sicherlich recht und genau genug Arbeit ist ja da es geht um Koordinationen und Kooperationen vor allen Dingen Absprache an dieser Stelle.

00:13:23: Jetzt haben wir darüber geredet, gesetzliche Rahmenbedingungen müssen stimmen.

00:13:27: Der Staat kann Rahmenbedienung da teilweise auch schaffen.

00:13:31: aber ein Problem was wir bei Prävention ja auch immer wieder sehen ist sie muss auch ankommen Sie muss die Menschen auch erreichen und das tut sie das wissen wir ja auch aus Untersuchungen unterschiedlich gut auch je nachdem wo man diese menschen erreicht wo man sie sozusagen abholt, wo Sie sich befinden.

00:13:50: Da geht es auch um Bildung und Vorbildung, um Wissen, um Zugang, Privilegien zu solchen Quellen auch.

00:13:58: unter anderem hat sie drüber gesprochen was sie da tun möchte?

00:14:03: Ja, sie sieht das Problem auch dass ist eben diese freiwilligen Angebote immer überproportional von denen genutzt werden die sie eh kennen und die eh schon gesundheitsaffin sind.

00:14:13: ein Vorschlag von ihr wäre zum Beispiel eben diese Kassendaten zu nutzen, weil alle sind krankenversichert.

00:14:19: Das dann eben die Krankenversicherung auf die Versicherten zugehen.

00:14:22: hey hier könntest du einen Präventionsangebot wahrnehmen oder hier fehlt vielleicht eine Impfung, die du wahrnehmen kannst und da sieht sie eben ein ganz großes Potenzial diese Ungleichheit aufzulösen über die Versicherung zum Beispiel.

00:14:37: Da wir jetzt an dieser Stelle gerade über Präventions- und Informationsangebote auch sprechen, möchte ich einbringen.

00:14:45: Kurzer Transparenz respektive Interessenskonflikts.

00:14:50: Hinweis der Wort- und Bildverlag zu dem wir natürlich auch gehören hat mit den Bayerischen Staatsministerien für Gesundheit und auch dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte einen Kinderbuch herausgebracht um Forschelkinder und ihre Eltern über einen gesunden Lebensziel aufzuklären, das nur als Randnotiz an der Stelle.

00:15:12: Und ein weiteres Problem was wir neben der Erreichbarkeit sehen und deshalb klang schon so ein bisschen an bei der W-I Untersuchung ist ja auch dass unser Gesundheitssystem leider bis jetzt so aufgebaut ist ,dass die Behandlung von Erkrankungen vergütet wird .

00:15:30: Die Prävention also Gesund erhalten hingegen aber nicht so besonders.

00:15:36: Und um da nochmal zurückzugehen, wir haben ja gehört Prävention muss so vergütet werden.

00:15:40: Dass sie auch angeboten wird?

00:15:42: Die entscheidende Frage ist dann auch bei Prävenzion eben wie erreiche ich die Bevölkerung?

00:15:48: Wie kommt es da am besten an und was davon ist wirklich realistisch?

00:15:52: kann Judith Gerlach danach umsetzen?

00:15:55: Was wäre da deine Einschätzung.

00:15:57: Genau, als Landesministerin kann sie viel fordern und auch schon viel anschieben in Bayern, so was wie eben dieser Speiseplan-Check.

00:16:05: Denen können Sie umsetzen klar in Absprache mit Kultusministerium und Landwirtschaftsministerium.

00:16:11: So etwas kann sie anschieben aber zum Beispiel des Präventionsgesetzes kann sich nicht alleine ändern.

00:16:16: anschieben und fordern, dass da zum Beispiel bei der Finanzierung mehr gemacht wird.

00:16:21: Und da kann sie eben beim Bund quasi anklopfen und danach fragen, dass das mehr passiert?

00:16:27: Aber genau was eben... Am Ende entscheidend ist es, wie wird's finanziert?

00:16:30: Wie kommt zwar den Menschen an und da kann sie... Da ist sie leider abhängig vom Bund auch wenn sie viel vorhat.

00:16:36: Der Bund muss das eben klären.

00:16:38: aber eben auch die Selbstverwaltung.

00:16:40: was sind Kassenleistungen was nicht?

00:16:43: Und da sind wir vom Bund abhängigt was da entschieden wird.

00:16:46: und da muss man auch sagen Die Reform ist gerade angestoßen worden.

00:16:49: also es geht weiter.

00:16:50: Wir vermuten dass nächstes Jahr die ersten Vorschläge kommen wie dieses Präventionsgesetz auch weiter ausgearbeitet wird und verändert wird.

00:16:59: Was ist so deine persönliche Einschätzung?

00:17:02: Hat es Chancen, kann das quasi dieser Stein der jetzt angestoßen wurde, kann daraus vielleicht eine kleine positiv gesigene Labvine werden dass da dann der Bund sagt ja gut okay jetzt irgendjemand muss ja mal anfangen jetzt nehmen wir den Schlungen mit und jetzt machen weiter.

00:17:17: ich denke schon oder ich hoffe es auf jeden Fall weil wir sehen ja wir wollen länger gesunde Menschen und gesunde Arbeitnehmerinnen haben.

00:17:26: Das heißt, es wäre auf jeden Fall auch eine Chance in mehren Prävention zu geben und eben auch dieses Gesetz zu verändern so dass Prävention einfacher umzusetzen ist das Menschen eben auch schneller die gesunde Alternative für sich wählen und eben diese Selbstverständnis für den eigenen Körper für die eigene Gesundheit mehr an den Vordergrund rückt.

00:17:46: also Ich hoffe sehr, dass sich da bald was verändert und auch mit dem Gesetz das da auf jeden Fall noch mal etwas ins Rollen kommt.

00:17:53: Ich habe mich bei vielen Punkten jetzt erinnert gefühlt an die ganzen Gespräche, die wir hier schon geführt haben zu Adipositas.

00:18:01: in den Spezialfolgen aber auch bei den Bewegungsfolgungen kam es immer wieder vor Radwegausbau.

00:18:06: Wir brauchen Platz wo die Menschen sich bewegen können.

00:18:09: Das sind definitiv Dinge wie ich als einzelne Person, egal ob ich privat unterwegs bin oder als Ärztin.

00:18:17: Nicht in der Hand haben!

00:18:18: Wie viel Radweg habe ich zur Verfügung?

00:18:20: Wie gut sind die Spielplätze ausgestattet?

00:18:23: Insofern ... Ich bin sehr gespannt was daraus wird.

00:18:26: Lieber Anne, vielen Dank, dass du uns da von eurem Gespräch berichtet hast.

00:18:31: Sehr spannend, wie immer und ich würde sagen bis bald wahrscheinlich.

00:18:36: Ja, bis bald.

00:18:37: Sehr gerne.

00:18:46: Das war unser Gespräch zu dem Interview.

00:18:49: Und jetzt an der Stelle muss ich natürlich erwähnen, dieses Interview also wirklich das Ganze mit Judith Gerlach und Anne-Frida Müller und meiner Kollegin Sonja Giebes die war auch noch dabei könnt ihr natürlich nachlesen online auf apothekenminusumschau.de.

00:19:07: da findet ihr das

00:19:10: Ein Podcast

00:19:11: von Gesundheit hören und Apothekenumschau pro Gesundheit hören.

00:19:22: Das ist das Audioangebot der Apothekenumschau.

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