Leitlinienupdate: Behandlung der rheumatoiden Arthritis

Shownotes

Die rheumatoide Arthritis lässt sich heute deutlich gezielter behandeln als noch vor einigen Jahren. Eine aktualisierte S3-Leitlinie legt nun genauer fest, wie die Behandlung an das individuelle Risiko und den Krankheitsverlauf angepasst werden kann. Entsprechende Medikamente sollen noch schneller zum Einsatz kommen. Das ambitionierte Ziel: Die Erkrankung möglichst früh und vollständig zurückdrängen. Dr. Dennis Ballwieser, Arzt und Chefredakteur der Apotheken Umschau, stellt die zentralen Neuerungen der Leitlinie und damit der Behandlung der rheumatoiden Arthritis vor.

Für diese Folge haben wir gesprochen mit: Prof. Dr. med. Torsten Witte

Stand: 29. September 2026

Quellen und nützliche Links

  • S3-Leitlinie „Therapie der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten“

Hinweis: Das Transkript wurde automatisch erstellt.


Das Team hinter „’ne Dosis Wissen“:

Hosts: Dennis Ballwieser, Laura Weisenburger;
Autor:innen: Jana Hauschild, Christian Heinrich, Johanna Heuveling, Felix Kunz, Vincent Suppé, Klaus Wilhelm, Christian Wolf;
Redaktion: Sina Metz, Kareen Seidler;
Chefredakteur: Dennis Ballwieser;
Postproduktion: BEBE Medien GmbH


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Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:04: Eine Rheumatoide-Artritis schädigt vor allem erst einmal Gelenke und die im Zweifelsfall dauerhaft.

00:00:11: Tatsächlich können aber mehrere Organe betroffen sein von der Rheomatoidenartitis.

00:00:15: Jetzt gibt's ein Leitlinienupdate, das mit der Medikamentösentherapie nicht nur auf Linderung sondern sogar auf ihre Mission setzt!

00:00:27: Guten Morgen und willkommen zu eine Dosis Wissen dem täglichen Podcast für das Gesundheitswesen.

00:00:31: In der Dosis Wissen gibt es Werktags ab sechs Uhr in der Früh, im kompakten zehn Minuten.

00:00:36: Ich bin Dennis Balmieser, ich bin Arzt und Chefredakteur der Apotheken Umschau.

00:00:39: Heute ist Dienstag, der neunundzwanzigste September.

00:00:42: zwei tausendsechsund zwanzig.

00:00:45: Ein

00:00:45: Podcast von Gesundheit hören!

00:00:52: Es geht also um Neurungen bei der Therapie der Rheumatoidenatritis.

00:00:56: Dazu gibt es ein Update, der S-III-Lightlinie die heißt Therapie Der Rheomatoid Atritis mit Krankheitsmodifizierenden Medikamenten.

00:01:04: Herausgegeben wird sie von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und klinische Immunologie.

00:01:09: Wir haben mit deren Leitlinienkoordinator für diese Folge gesprochen, das ist Thorsten Witte.

00:01:16: er ist natürlich Rheomatologe und Direktor der Klinik für Rheeomatologie & Immunologie der Medizinischen Hochschule Hannover.

00:01:24: Er sagt zu ne Dosis wissen?

00:01:26: Der rote Faden hinter dieser Leitlinge war noch mehr Geschwindigkeit.

00:01:31: Das heißt wir wollen einfach, dass die Medikamente noch schneller eingesetzt werden.

00:01:37: Darum geht's!

00:01:38: Holt euch euren ersten Kaffee des Tages und dann gehts los!

00:01:45: In Deutschland betrifft die Rheumatoide-Atritis rund siebenhunderttausend Menschen – das ist etwa ein Prozent der erwachsenen Bevölkerung, das ist eine ganze Menge.

00:01:55: Zu den klinischen Symptomen gehören die Morgensteifigkeit, Schmerzen in den Schultern im Nacken und dem Beckengürtel- und Bewegungseinschränkungen.

00:02:03: Das Ganze ist eine chronisch entzündliche Systemerkrankung bei der es mit dem Verlauf der Erkrankungen auch zu struktureller Gelenkserstörung und damit zum Funktionsverlust kommen kann.

00:02:15: Das schränkt ganz erheblich die Lebensqualität und auch die Teilhabe am Alltag ein.

00:02:20: Außerdem wirkt es auch lebenserwartungsverkürzend, insofern ist die Therapie sehr relevant auf mehreren Ebenen.

00:02:29: Für die Medikamentösetherapie gibt es immunmodulierende Ansätze mit Disease Modifying Anti-Romantic Drugs – das sind DMARTS.

00:02:37: Die DMARDS werden in drei Gruppen unterteilt konventionelle, synthetische, zielgerichtete synthetischen und biologischem Diemars.

00:02:47: In der S-III Leitlinie zur Therapie der rheumatoiden Arthritis mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten geht es auch um das Therapieziel, das hinter dieser medikamentösen Therapie steckt.

00:03:00: Das soll die anhaltende Remission sein bzw.

00:03:05: wenigstens die geringe Krankheitsaktivität.

00:03:08: Dabei ist wichtig, dass die Therapie unmittelbar nach der gesicherten Diagnose beginnt.

00:03:13: Dazu sagt unser Experte Thorsten Witte ...

00:03:16: Die Rheumatoida trittes es ja eine entsündliche Krankheit, die wenn sie aktiv ist, die Gelenke zerstört und darüber hinaus hat die Entzündung auch auf Dauer weitere schlechte Effekte zum Beispiel auf das Herzkreislaufsystem.

00:03:32: Sie begünstigt zum Beispiel Schaden an Blutgefäßen Und daher wollen wir diese Entzündung komplett kontrollieren und das heißt, wir wollen diese Remission erreichen.

00:03:44: Dabei soll Methotrexat als Ersttherapeutikum eingesetzt werden.

00:03:48: die Empfehlung basiert unter anderem auf der breiten Evidenzbasis zur Wirksamkeit von Methotrezat hinsichtlich einerseits der Krankheitsaktivität und andererseits der strukturellen Progression.

00:03:59: Wenn das Behandlungsziel damit selbst mit der optimierten Behandlung mit Methotrexaten nicht erreicht werden kann, dann soll die Therapie intensiviert werden – mit Biologika.

00:04:09: Oder unter individueller Risikoabwägung mit einem Jagdinhibitor.

00:04:14: Dazu Thorsten Witte?

00:04:15: Das ist das eigentlich Neue bei dieser Leitlinie.

00:04:19: In der alten Leit Linie hätte man nach dem nicht ausreichenden Ansprechen auf das Methotrezat andere konventionelle Therapien eingesetzt, wie z.B.

00:04:31: Sulphasalazine oder Leflunumid.

00:04:34: und dieser Schritt der entfällt.

00:04:36: man geht gleich auf die moderneren Therapien, die sogenannten Biologika oder eben diese Yakhammer.

00:04:45: Eine begleitende Glucocorticoid-Therapie soll dabei so schnell wie möglich nach klinischem Verlauf verringert und beendet werden, außerdem sollte man sie von vornherein auf drei Monate beschränken.

00:04:57: Es geht also um die Deeskalation.

00:04:59: Nach dem Absetzen der Glucoroticoide – wenn ein Patient in anhaltender Remission ist kann eine Dosisreduktion dieser Disease Modifying and Diarromatic Drugs erwogen werden.

00:05:10: Aber die Dematerapie sollte nicht vollständig abgesetzt werden.

00:05:15: Thorsten Witte erhofft sich für die Versorgung das Volgende!

00:05:19: Ich erhoffe mir, dass tatsächlich die Schritte umgesetzt werden.

00:05:23: Dass wir also schneller und konsequenter auf fehlendes Ansprechen von Medikamenten reagieren und dann eben schnell zu neuen wirksamen Medikamente in der Behandlung kommen.

00:05:35: Die Konsequenz ist hoffentlich das wir weniger Cortison einsetzen müssen.

00:05:41: Das ist ja auch so eine der Erkenntnisse der letzten Jahre, dass Cortison in der Langzeitanwendung eben doch viele Nebenwirkungen macht und die wollen wir unseren Patienten ersparen.

00:05:54: Und andererseits erhoffe ich mir auch das wird die Patienten schneller in diese sogenannte Remission bekommen also in die Abwesenheit der Krankheitsaktivität als früher.

00:06:05: Das klingt alles so einfach und ich glaube, was wir in dieser Folge von der Dosis wissen nicht vergessen dürfen ist.

00:06:12: Was das für eine dramatische Revolution in der Therapie der Rheumatoidenartitis in der Summe über die letzten Jahre bedeutet?

00:06:20: Als ich studiert habe gab es weder die Biologika noch die Jagdinivitoren in der Form allem würde ich mal sagen eine unterstützende Therapie, die im besten Fall Leiden gelindert hat.

00:06:35: Von Remissionen war damals gar nicht zu träumen und deswegen finde ich es bemerkenswert was hier in dieser neuen Leitlinie so nonschalant drinsteht bin auch tatsächlich gespannt wie sich das in der Praxis äußern wird was davon bei den Patientinnen und Patienten ankommt.

00:06:50: wir halten euch in jedem fall hierbei eine Dosiswissen weiter auf dem laufenden.

00:06:58: Das war eine Dosis Wissen für heute.

00:06:59: Die nächste Folge gibt's morgen ab sechs Uhr in der Früh überall da, wo ihr Podcast findet.

00:07:04: Wenn euch die heutige Folge gefallen hat, dann lasst uns doch unbedingt eine gute Bewertung da!

00:07:10: Dann erfahren auch Menschen, die eine Doses Wissen bisher nicht kennen davon was es diesem Podcast gibt und haben eine Chance zuzuhören.

00:07:17: Danke dass Ihr eine Dose Wissen hört.

00:07:34: Das ist das Audioangebot der Apothekenumschau.

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