Secukinumab: Game-Changer bei der Polymyalgia rheumatica?

Shownotes

Die Polymyalgia rheumatica ist eine rheumatische Erkrankung, die keine Gelenke oder Organe zerstört. Aber sie verursacht teuflische Schmerzen und reduziert die Lebensqualität oft drastisch. Nach jahrzehntelangem therapeutischem Stillstand tut sich jetzt etwas: Die Biologika halten Einzug. Aber es bleiben Hürden für die praktische Umsetzung. Dr. Dennis Ballwieser, Arzt und Chefredakteur der Apotheken Umschau, mit den Daten einer neuen Studie.

Für diese Folge haben wir gesprochen mit: Prof. Dr. Hendrik Schulze-Koops

Stand: 14. Oktober 2026

Quellen und nützliche Links

Hinweis: Das Transkript wurde automatisch erstellt.


Das Team hinter „’ne Dosis Wissen“:

Hosts: Dennis Ballwieser, Laura Weisenburger; Autor:innen: Jana Hauschild, Christian Heinrich, Johanna Heuveling, Felix Kunz, Vincent Suppé, Klaus Wilhelm, Christian Wolf; Redaktion: Sina Metz, Kareen Seidler; Chefredakteur: Dennis Ballwieser; Postproduktion: BEBE Medien GmbH


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00:00:03: Gesundheit hören.

00:00:04: Bis vor kurzem gab es nur eine Therapie gegen die Polymorphia rheumatica, das sind Glucocorticoide.

00:00:12: Jetzt kommt nach der Zulassung eines Interleukin-Sex-Inhibitors ein zweites Biologikum für die Behandlung – Zekokinumab!

00:00:20: Die Frage ist wie sehr verändert das die Therapie?

00:00:28: Guten Morgen und willkommen zu Ne Dosis Wissen dem täglichen Podcast für das Gesundheitswesen.

00:00:33: Eine Dosis Wissen gibt es Werktags ab sechs Uhr in der Früh, in kompakten zehn Minuten.

00:00:37: Ich bin Dennis Balmeser, ich bin Arzt und Chefredakteur der Apotheken Umschau.

00:00:41: heute ist Mittwoch, der vierzehnte Oktober, zwei tausendsechsundzwanzig ein Podcast

00:00:47: von Gesundheit hören apotheken umschau pro.

00:00:54: die poemilgieromatika isst Die rheumatische Erkrankung die zwar weder die Gelenke noch andere Organe zerstört die aber für die Patientinnen träufliche Schmerzen verursacht und deswegen die Lebensqualität häufig drastisch reduziert.

00:01:11: Nach jahrzehntelangem therapeutischen Stillstand tut sich jetzt etwas, die Biologiker halten auch bei der Poemilgier-Rheumatika Einzug – allerdings gibt es nach wie vor Hürden für die praktische Umsetzung!

00:01:26: Zu einem dieser Biologiker eben dem Sikokino MAP ist jetzt eine internationale Hersteller finanzierte Studie im New England Journal of Medicine erschienen, bereits im August.

00:01:36: Die Studie wird vorgelegt vom Erstautor John Stoner kommt von der Harvard Medical School und dem Letztautur Manmat Patika, der kommt von Novartis also dem Hersteler.

00:01:46: Wir haben über die Studie gesprochen mit Hendrik Schulze-Kobes.

00:01:49: Er isst Rheumatologe am LMU Klinikum in München.

00:01:53: Holt Euch Euren ersten Kaffee des Tages und dann geht´s los.

00:02:02: Die Poemäulgia rheumatica ist tatsächlich die zweithäufigste entzündliche rheumartische Erkrankung nach der rheumatoiden Arthritis.

00:02:11: Sie kommt fast ausschließlich bei Menschen ab dem fünftigsten Lebensjahr vor.

00:02:17: Frauen sind etwa dreimal so häufig betroffen wie Männer.

00:02:21: Am charakteristischsten für die klinische Symptomatik sind neu auftretende Schmerzen mit entzündlichem Charakter, vor allem im Schulter-Becke-Gürtelbereich und ausgeprägte Morgensteifigkeit.

00:02:36: Bei einem Teil der PatientInnen gibt es auch Allgemeinsymptome wie Fieberabgeschlagenheit, Nachtschweiß-, Appetitlosigkeit- und Gewichtsverlust – also eine klassische B-Systematik.

00:02:46: was immer kann man erhöhte Entzündungsparameter im Labor nachweisen.

00:02:51: Seit Jahrzehnten waren eigentlich Glucocorticoide die alleinige Therapie.

00:02:55: Die mussten dauerhaft gegeben werden, meist über ein Jahr mit einer langsamen Dosisreduktion aber insgesamt kumuliert hohen Cortisolspiegeln.

00:03:06: Das Ganze war sehr wirksam, aber zum Preis der Nebenwirkungen.

00:03:10: Ein beschleunigter Knochen schwont häufig eine Insulinresistenz die Muskelatrophie, die damit einhergeht und damit dann auch wieder ein steigendes Risiko z.B.

00:03:18: im kardiovaskulären Bereich.

00:03:20: außerdem gab es häufig Rückfälle sogenannte Flares dazu sagt unser Experte Hendrik Schulze-Krobs.

00:03:27: also da muss man von ausgehen dass das so bei jedem dritten bis jeden zu alten Patienten passiert Entweder durch eine nicht ganz stringent eingehaltene Glucochorticoid-Gabe, das muss man leider so gestehen.

00:03:36: Weil die Glucocorticoide nicht die Champagner schmeckenden Bonbons sind sondern tatsächlich die Nebenwirkungen haben viele Hausärzte eine gewisse Aversion.

00:03:44: haben jemand dauerhaft damit zum Handel bei Nebenwürkung auftreten

00:03:47: können.".

00:03:48: Dann gibt es seit dem Februar, zwei tausendfünfundzwanzig das erste Biologikum für die Poemergia Heumatica.

00:03:57: dazu sagt Hendrik Schulze-Kobbs.

00:03:59: Jetzt, heutzutage muss man sagen ist die Zulassung erweitert worden um ein Präparat was eine Entzündungsblockade macht.

00:04:05: Interlochen-Sexrezeptor Antagonist das ist das Sarilumab welches im Februar dann zugelassen worden ist für die Behandlung und die dürfen wir dort einsetzen.

00:04:13: wenn wir Patienten haben die auf die klassische Blococorticoid Reduktion nicht mehr so klinisch reagieren wie wir das wollen also die Patienten haben einen Relapse ihrer Erkrankung dann darf man den Interlochensexrezepto Antagonisten einsetzen.

00:04:26: Das

00:04:26: Ziel ist die Blococoid Dosen raschert zu reduzieren und außerdem das Risiko eines Rückfalls, also eines Flares.

00:04:34: Jetzt in der aktuellen Studie im Nürnigen Journal of Medicine geht es um ein zweites neues anderes Biologikum – das Sikokinumup.

00:04:43: Das blockiert den entzündungsfördernden Botenstoff Interloquine-XIIa und dieser Antikörper wird bereits eingesetzt zum Beispiel bei der Psoriasisatritis.

00:04:56: Die Studie um die es geht, ist die sogenannte Replenish-Studie.

00:04:59: Eine Phase drei Studie mit dreihundert und achtzig Personen über fünfzig Jahren mit gerade erlittenem Krankheitsrückfall.

00:05:06: Sie sind randomisiert worden in drei Gruppen entweder haben sie dreihundert Milligramm Sekokinumab bekommen oder hundertfünfzig Milligrammen Sekokinumab oder ein Placebo das Ganze für zweiundfünfzig Wochen mithin ein Jahr.

00:05:19: bei allen Teilnehmenden gab es zusätzlich Britney Sohn dass über vierundzwanzig ausgeschlichen worden ist.

00:05:26: Der primäre Endpunkt war, ob die Remission bis zur Woche zweiundfünfzig angehalten hat.

00:05:31: Die Definition dieser anhaltenden Remissionen war das Erreichen einer Remission zu Woche zwölf mit Erhalt der folgenden Kriterien bis Woche zweieinfünftig kein Rückfall der Poemölegia rheumatica bedingten Beschwerden mit Erfordernis einer Notfall- oder Zusatztherapie und keine neu diagnostizierte Riesencellateriitis mit notwendiger Therapie Denn die Riesenzeltarteritis, die ist häufig assoziiert mit der Pulmölegia rheumatica.

00:05:58: Und dann gehören da noch ein paar weitere technische Faktoren dazu zu diesem ersten Endpunkt.

00:06:02: also es darf zum Beispiel nicht notwendig werden eine Escape- oder Rescuitherapie einzusetzen nach drei Monaten.

00:06:10: Da geht's um erhöhte Glucocorticoid Dosen oder die Wiederaufnahme einer Cortisonbehandlung.

00:06:15: das alles musste eingehalten werden wenn die Therapie hier als erfolgreich gelten sollte.

00:06:22: Das Ergebnis bei diesem Primär im Endpunkt war, dass die Rate der PatientInnen mit anhaltender Remission unter Sekokinum-Map signifikant höher war als unter Placebo.

00:06:34: Es waren in der dreihundert Milligramm Gruppe einundvierzig Prozent und in der hundertfünfzig Milligrammen Gruppe vierzig Prozent gegenüber etwa zwanzig Prozent in der Kontrollgruppe.

00:06:44: dazu sagt Hendrik Schulze-Krupps

00:06:46: Das ist ein zwei zu eins Ergebnis und nicht ein knappes mit sechzig Prozent gegen fünfzig Prozent, da hat der stärkere gewonnen.

00:06:52: Und dann muss man sagen das Studiendesign hat genau das gezeigt was man dachte zeigen zu können so dass man hier sagen kann man hat eine Therapie einerseits die die notwendige Menge von Kochbisod über das Jahr drastisch reduziert.

00:07:04: signifikant ist der Kirche Ausdrucks signifikan reduziert gegenüber der konventionellen Therapie und dabei gleichzeitig auch noch geringere Wahrscheinlichkeit hat des Auftretens von Schmerzwaffenflares.

00:07:14: Dann gab es noch einen sekundären Endpunkt, die anhaltende komplette Remission in Woche zweiundfünfzig bei gleichzeitiger Normalisierung der Entzündungsmarker.

00:07:22: Da lag die Rate bei Sekokinumapp bei achtundzwanzig Prozent beziehungsweise vierund zwanzig prozent für die zwei Dosen und unter Placebo bei knapp fünf Prozent.

00:07:34: Und damit zu der Frage an unseren Experten Hendrik Schulze-Krobs Inwiefern Sekokinnumapp wirklich die Therapie der Polymorphia Rheumatica dramatisch verändern könnte.

00:07:50: Wir haben eben die Intervalken-Sexprozepte antagonistische Therapie auch und deswegen ist das quasi der zweite Spieler des Game Changers.

00:08:03: Sie gehen jetzt also vom Beutsplatz aus der Kleinstadt in das große Stadion, aber da steht schon eine Mannschaft.

00:08:07: Das heißt nicht dass es die zweite Mannschaft nicht aufverdient hat dazu sein, das heißt nur einfach, sie sind nicht die Einzige und deswegen der Game Changer nicht ein Game Chenger ja, dass die Alternativen höher größer

00:08:17: werden.".

00:08:18: Das würde so unkommentiert gelten wenn Geld nicht auch eine Rolle spielen würde, denn die Kosten der Therapie mit Glucocorticoiden sind vernachlässigbar.

00:08:31: Das kostet zehn, zwanzig, dreißig Cent täglich.

00:08:35: Seco Kinomab kostet fünfzehn bis zwanzich Euro täglich!

00:08:39: Viele – wenn nicht die meisten – Patientinnen mit Poemilgiärolematika werden beim Hausarzt oder niedergelassenen Orthopäden versorgt.

00:08:48: Die haben begrenzte Budgets Und bei spezialisierten Rheumatologinnen, da gibt es lange Wartezeiten.

00:09:16: Immerhin liegt bereits eine positive Stellungnahme der EMA, also der Europäischen Arzneimittelbehörde für die Zulassung von Sikokinomap, vor.

00:09:28: Wir haben als jetzt ein zweites Biologikum für die Behandlung der Poemilgier-Romatika und wie es mit SikOKINOMAPT und der Umsetzung in der Versorgungsrealität weitergeht – das erfahrt ihr natürlich hierbei!

00:09:45: Das war der Dosis Wissen für heute.

00:09:47: Die nächste Folge gibt's morgen, ab sechs Uhr in der Früh überall da wo ihr Podcast hört!

00:09:52: Wenn euch die heutige Folge gefallen hat dann habe ich noch einen Hörtipp.

00:09:55: Es gibt unseren gesundheithören-Erklärpodcast das Lexikon.

00:10:00: Der ist eigentlich für Patientinnen gedacht aber auch für Profis immer wieder hörbar.

00:10:04: Ein medizinischer Begriff ob Krankheiten oder Medikamente wird in drei bis fünf Minuten einfach erklärt von A wie Arztetöser, die Süßere bis Z wie Zeliaki könnt ihr euch selbst mal anhören oder euren PatientInnen empfehlen.

00:10:18: Gibt es natürlich auch überall, davor's Podcast gibt und ist ebenfalls für euch kostenfrei!

00:10:23: Danke dass ihr eine Dosis wissen

00:10:42: hört.

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