Das Recht auf Zweitmeinung

Shownotes

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat kürzlich beschlossen, dass Patient:innen einen Anspruch auf eine ärztliche Zweitmeinung haben, bevor sie sich an der Wirbelsäule operieren lassen, erläutert Dr. Dennis Ballwieser. Er ist Arzt und Chefredakteur der Apotheken Umschau.

Weitere Informationen:

Für Ihre Patient:innen zum Zweitmeinungsverfahren

Mehr Gesundheitspodcasts gibt es unter www.gesundheit-hoeren.de

Quellen:

Pressemitteilung (16.9.21) G-BA beschließt Anspruch auf ärztliche Zweitmeinung vor Eingriffen an der Wirbelsäule https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/984/

https://www.stiftung-gesundheit.de/aerzte-im-zukunftsmarkt-gesundheit-2021/


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Quelle "3-fach höhere Thymolkonzentration": EMA/HMPC/342334/2013.

Transkript anzeigen

'ne Dosis Wissen der Podcast für Health-Professionals.

Speaker 200: 00:05

Speaker 200: Heute geht es um das Thema Zweitmeinung. Haben Sie schon mitbekommen? Der Gemeinsame Bundesausschuss hat kürzlich einen Patienten Anspruch auf ärztliche Zweitmeinung beschlossen, und zwar vor Eingriffen an der Wirbelsäule. Mein Name ist Dr. Dennis Ballwieser. Ich bin Arzt und Chefredakteur der Apotheken Umschau. Heute ist Montag, der vierte Oktober 2021.

Speaker 100: 00:29

Speaker 100: Ein Podcast von Gesundheit-hören.de und Apotheken Umschau Pro.

Speaker 200: 00:36

Speaker 200: Viele von ihnen kennen das Für einige planbare Operationen können sich Patientinnen eine Zweitmeinung einholen. Das ist gesetzlich festgelegt. Das heißt, der Arzt oder die Ärztin empfiehlt eine Operation, macht aber auch darauf aufmerksam, dass man sich vor dem Eingriff noch von einer unabhängigen Spezialistin beraten lassen kann. Ist die OP medizinisch sinnvoll und notwendig? Gibt es vielleicht noch eine andere Möglichkeit? Die gesetzlichen Krankenkassen? Die Zahlen, diese Beratung. Warum die Zweitmeinung? Jede Operation, die birgt auch Risiken. Die ärztliche Zweitmeinung soll sicherstellen, dass sich Patientinnen nur dann operieren lassen, wenn dies medizinisch notwendig ist. Für welche Operationen das Zweitmeinung Verfahren gilt, das entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss der GBA. Kürzlich hat der GBA beschlossen, Patientinnen haben auch bei verschiedenen planbaren Operationen an der Wirbelsäule das Recht auf eine Zweitmeinung. Formal muss das Bundesministerium für Gesundheit den Beschluss noch zustimmen, aber von der Zustimmung ist auszugehen. Warum Zweitmeinung? So verfahren jetzt auch bei Wirbelsäulen Operationen. Die Analyse von Versorgungs Daten hat gezeigt, dass Patientinnen mit Wirbelsäulen Eingriffen womöglich über und viel versorgt werden. Ganz konkret Es geht um folgende Operationen an der Wirbelsäule. Für sie gilt das zweite Verfahren die dynamische und statische Stabilisierung, die knöcherne Druck, Entlastung, Facetten, Operationen, Verfahren zum Einbringen von Material in einen Wirbel, Körper, die Entfernung von Bandscheiben, Gewebe sowie das Einsetzen einer künstlichen Bandscheibe. Gut zu wissen. Bestimmte Fachärzte Gruppen können nach Inkrafttreten des Beschlusses bei den Kassenärztlichen Vereinigungen eine Genehmigung als sogenannte Zweitmeinung beantragen. Dann können sie die Leistungen zulasten der gesetzlichen Krankenkassen anbieten. Ich finde das zweite Verfahren sehr sinnvoll. Es ist wichtig, dass es jetzt auch für die genannten Wirbelsäulen Operationen gilt, denn selbst Spezialistinnen sehen nicht immer alles und auch sie können irren. Ich finde es auch klasse und nicht selbstverständlich, dass zwei Drittel der niedergelassenen Ärztinnen zwei Meinungen offen gegenüberstehen. Das hat kürzlich eine Umfrage der Stiftung Gesundheit ergeben. Interessant Im Rahmen der Umfrage forderten Ärztinnen gehäuft zwei Meinungen bei Wirbelsäulen und Bandscheiben Operationen sowie bei endo prophetischen Eingriffen. Die Wirbelsäulen Operation ist der sechste planbare Eingriff, für den Patientinnen einen Anspruch auf eine Zweitmeinung haben. Die anderen fünf sind die Gebärmutter Entfernung, Mandeln, Operationen, Gelenk, Spiegelungen an der Schulter der Kniegelenk, Ersatz und Amputationen beim diabetischen Fuß Syndrom. Künftig kommen wohl weitere dazu, für die das zweite Meinungs Verfahren gelten soll. Das GWG, das Gesundheitsversorgung, eine Weiterentwicklung. Das Gesetz sieht vor, dass der GBA pro Jahr mindestens zwei weitere Eingriffes Themen beschließen muss. Eine weitere Beratungsstelle für Patientinnen sind übrigens Informationen auf einer Internetseite, eigens dafür www. Gesundheitsinformationen PD, Schrägstrich Zweitmeinung. Dort gibt es jetzt schon Informationen rund um Operationen, für die es ein zweites Verfahren gibt und in Kürze auch zu den Wirbelsäulen Operationen. Darauf sollten Sie Ihre Patientinnen hinweisen. Diese Informationen sind unabhängig und wissenschaftlich fundiert. Wenn der GBA hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen das IQWiG damit beauftragt und seit Juli können Patientinnen die Zweitmeinung übrigens auch per Video Sprechstunde einholen. Sie brauchen also nicht mehr persönlich in die Sprechstunde zu kommen. Zum Schluss noch mal das Wichtigste im Überblick. Ärztinnen sind bei bestimmten planbaren Operationen verpflichtet, Patientinnen darauf hinzuweisen, dass ihnen eine Zweitmeinung zusteht. Neu ist dies bei Eingriffen an der Wirbelsäule. Die Zweitmeinung kann per Video Sprechstunde erfolgen und die gesetzlichen Krankenkassen erstatten diese Leistung. Ärztinnen können sogenannte IIT meiner werden, wenn sie selbst bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Haben Sie Themen, die Sie in diesem Podcast gerne hören würden? Dann schicken Sie uns doch gerne eine E-Mail an nedosiswissen@apothekenumschau.de und empfehlen Sie uns gerne weiter.

Speaker 100: 05:52

Speaker 100: Ein Podcast von Gesundheit-hören.de und Apotheken Umschau Pro.

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